Hunde-Uni – Grundsätzliches

Grundlagen

Training nur mit positiver Verstärkung

Es sollte zwar selbstverständlich sein, aber ich möchte nochmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass alle Tricks nur mit positiver Verstärkung erabeitet werden dürfen. Aversive Mittel – egal welcher Form – sind verboten.

Wahl der Tricks

Wenn du einen sehr jungen, einen älteren Hund oder einen sonstwie gehandicapten Hund hast, kann es sein, dass bestimmte Tricks für ihn nicht geeignet sind. Entwickle dann bitte keinen falschen Ehrgeiz. Das Training soll Spaß machen – und zwar allen Beteiligten.

Kleine Trainingsschritte

Du bekommst zu jeder Übung einen groben Trainingsplan. Bitte passe diesen jeweils für Deinen Hund an und wähle die Trainingsschritte so, dass Dein Hund Erfolg hat.

Ampeltraining

Halte Dich an das Prinzip des Ampeltrainings. Das bedeutet, dass Deine Trainingsschritte so klein sind, dass Du in den Trainingseinheiten weiter kommst. Dann bist Du im grünen Bereich. Kommst Du mal nicht weiter, geht die gelbe Lampe an. Überlege, woran es liegt und passe Dein Training an. Klappt es, kannst Du weiter machen. Klappt es auch jetzt nicht? Die Ampel geht auf rot. STOPP! Am besten lässt Du jemand anderen zuschauen oder nimmst Dich selbst auf Video auf. Mache erst weiter, wenn Du den Fehler gefunden und Dein Training angepasst hast.

Minutentraining

Kombiniere das Ampeltraining mit dem Minutentraining. Dadurch wird das Training noch effektiver. Minutentraining bedeutet, dass Du Dir einen Timer stellst und eine Minute trainierst. Dann überlegst Du, ob alles nach Plan gelaufen ist und passt gegebenenfalls das Training an. Wenn Du keinen Timer hast, kannst Du als Faustregel nehmen, dass Du ca. 6 – 12 Wiederholungen einer Übung machst. Von solchen kurzen Übungssequenzen kannst Du mit den kurzen Denkpausen zwischendurch ca. 5 – 10 Durchgänge hintereinander machen. Im Anschluss solltest Du eine längere Pause machen.

Trainingstagebuch

Es macht Sinn, ein Trainingstagebuch zu führen, in dem man in knappen Worten Erfolge und auch Probleme und Ideen niederschreiben kann. Beim Minutentraining kannst Du z.B. in den kurzen Pausen zwischen den Durchgängen aufschreiben, wie das Training war. Es hilft Dir auch den Überblick zu behalten, wenn Du mehrere Aufgaben parallel trainierst.

Kein „Nein“

Im Training gibt es kein „Nein“, „Pfui“ oder „Aus“. Der Hund soll ja mitdenken und ausprobieren. Wenn das nicht klappt, hast Du (noch) nicht den richtigen Weg gefunden. Dafür solltest Du aber nicht Deinen Hund bestrafen

Belohnung effektiv einsetzen

Überlege Dir auch immer, wo und wie Du eine Belohnung gibst. Du kannst die Belohnung nämlich auch hervorragend nutzen um die Übung zu erleichtern. Eine Möglichkeit ist es, denn Hund so zu belohnen, dass er gleich wieder in Startposition ist. Soll der Hund längere Zeit verharren, macht es Sinn, ihn dort zu belohnen, wo er ist, etc.

Timing

Wenn Du ein gutes Timing hast, wirst Du schneller zum Ziel kommen. Übe Dein Timing ohne Hund.

Clicke z.B. beim Zuschauen eines Fußballspiels immer dann, wenn ein Spieler den Ball mit dem rechten Aussenrist schießt. Oder beim Tennis, wenn der Ball das Netz berührt.

Oder Du lässt einen Partner mit einem Tennisball spielen und clickst immer, wenn der Ball den Boden berührt oder den höchsten Punkt erreicht. Lass Dir weitere Übungen einfallen.

Noch Fragen?

Wenn du noch Fragen hast, kannst du dich  jederzeit gerne an mich wenden oder schreibe deine Frage einfach in den Kommentar. Vielleicht hilft sie den anderen Teilnehmern auch weiter. 😉

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