Nachdenken VOR dem Hundekauf

Damit dein Hund nicht im Tierheim landetNachdenken vor dem Hundekauf

In Deutschland braucht man für alle Mögliche und Unmögliche eine Erlaubnis, muss eine Prüfung ablegen oder ist gezwungen, sich zu informieren, bevor man es tun darf.

Um so unverständlicher ist es, dass man sich Lebewesen einfach so „anschaffen“ darf. Man muss darüber nichts wissen, es reicht, wenn man Geld auf den Tisch legt und dann wechselt das Tier den Besitzer. Wie ein Päckchen Butter oder eine Tüte Waschpulver.

Da ist es fast schon erstaunlich, dass nicht noch mehr Tiere im Tierheim landen als es sowieso schon der Fall ist. Gerade Hunde sind unglaublich anpassungsfähig und laufen tatsächlich oft einfach so mit.

Kritisch wird es immer, wenn genau dieser Fall nicht eintritt. Da wird ohne nachzudenken ein kleiner Jack Russel Terrier gekauft, weil der Nachbar ja so einen hat und der ist so klein und handlich und passt gut zu den Kindern.

Oder die achtzigjährige Oma holt sich einen Australian Shepard Welpen, weil die ja quasi von ganz alleine lernen.  Oder der nette Familien-Labi wird angeschafft, weil die Kinder ihn sich so sehr wünschen, aber nach drei Wochen die Lust verlieren, bei Wind und Wetter mit dem Hund zu laufen.

Und den Hund zu erziehen, hat sowieso keiner Lust. Das muss der doch vollautomatisch von alleine können. Wir haben doch immer schon Hunde gehabt. Da gab’s noch gar keine Hundeschulen. Dabei wird aber nicht bedacht, dass diese Hund oft ihr Leben auf dem Hof, an der Kette oder im Zwinger verbracht haben.

Zum Glück leben unsere Hunde heute meist mit uns gemeinsam. Das bedeutet aber auch, dass wir ganz andere Anforderungen an die Hunde haben. Sie sollen brav sein, wenn wir Besuch bekommen, sie sollen mitfahren in Urlaub, wir nehmen sie mit in die Stadt und ins Restaurant. Wenn wir sie mal nicht mitnehmen können, sollen sie brav Zuhause warten ohne irgendetwas anzuknabbern oder die ganze Zeit zu bellen. Diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen.

Und das alles soll der Hund selbstverständlich und freudig mitmachen und nach Möglichkeit auch noch von selbst beherrschen! Manchmal geht das tatsächlich gut, aber oft eben nicht. Und so landen viele Hunde mit nicht mal einem Jahr im Tierheim. Sie sind überflüssig, weil sie „schwierig“ sind. Weil sie nicht den Ansprüchen der Menschen genügen. Keiner fragt danach, ob der Mensch seinem Hund das beigebracht hat.

Deshalb meine Bitte: Denk nach VOR der Anschaffung eines Hundes oder eines anderen Tieres.

  • Erlaubt der Vermieter es und sind die Mitmieter einverstanden?
  • Sind alle Familienmitglieder damit einverstanden?
  • Hast du genug Geld für Futter, Tierarzt, Steuer, Versicherung, Zubehör, Hundeschule, ….?
  • Bist du in der Lage, in den nächsten 15 Jahren für das Tier zu sorgen?
  • Kennst du die Grundbedürfnisse eines Hundes? Oder die eines anderen Tieres, das du dir anschaffen möchtest?
  • Was machst du mit dem Tier, wenn du in Urlaub fährst oder mal krank bist?
  • Welche Rasse kommt deinen Bedürfnissen entgegen?

Auf diese und viele weitere Fragen gehe ich auch in meinem Webinar Ein Hund? Vorüberlegungen VOR der Anschaffung ein. Gerne berate ich dich auch schon VOR der Anschaffung eines Hundes.

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