Webinar: Strafen? – Nein, danke!

2 Kommentare zu “Webinar: Strafen? – Nein, danke!
  1. Walter Steinberg sagt:

    Hallo Claudia,

    ich habe da eine Frage zum Beenden eines Trainings.
    Im Webinar „Strafen“ sagtest Du: Training beenden dann, wenn Wuff alles gut macht, ist Strafe. An einer anderen Stelle galt aber mal die Regel(wenn ich mich nicht falsch erinnere): Den Hund am Ende eines Trainings immer mit „Erfolg“ entlassen, also die letzten paar Wiederholungen sollten „richtig“ gelaufen sein. – Ist das nicht ein Widerspruch? Oder sollte ich dann besser das Training zwar beenden, aber etwas anderes Angenehmes mit dem Hund machen?
    Danke für Deine Antwort!

    Siglinde (alias Walter.. 😉 )

    PS: Und noch zwei Fragen: Kann ich zu üppig belohnen? Und stimmt der Zeitpunkt des Belohnens?
    Ich trainiere mit Motte grade das Warten draußen (Garten, Feld): Hinsetzen/Hinlegen und ich gehe weg. Ich belohne sie verbal, wenn sie sofort sitzt/liegt und dann mit Leckerli, wenn sie sitzen/liegen bleibt und erst auf mein Freizeichen angeschossen kommt (Entfernung bis 20, 30m momentan). Dann gibt’s mal Leberwurst oder auch einen ganzen Hühnerhals. Ist das gut so, oder geht es geschickter?

    • Hallo Siglinde,

      wenn du so arbeitest wie ich es beschreibe, arbeitet der Hund gerne und die Signale (Sitz, Platz, etc.) selbst und das Training macht Spaß und belohnt den Hund. Und da ist es dann so, dass das Beenden des Trainings für den Hund oft eine Strafe ist, denn er möchte ja gerne trainieren.

      Aber ja – du hast recht: In allen Hundebüchern steht, man soll mit einem Erfolg aufhören. Das kommt noch aus der Zeit, als mit Strafe gearbeitet wurde und da ist das Aufhören natürlich eine Belohnung.

      Also ist die Frage eigentlich nur, wie du arbeitest und dann musst du entweder aufhören, wenn es gut ist oder eben nicht. 🙂

      Die Alternative, aufzuhören, wenn es gut ist und etwas Tolles zu machen, ist aber auch eine gute Möglichkeit, damit der Hund das Aufhören nicht als Strafe empfindet.

      Man kann nicht zuviel belohnen. Aber man kann zum falschen Zeitpunkt belohnen. Das merkst du aber daran, wenn du nicht bekommst, was du möchtest. Dann ist deine Belohnung entweder keine Belohnung aus Sicht des Hundes oder du hast zur falschen Zeit belohnt wie in deinem Beispiel. Überleg mal, was du belohnst!!! Belohnst du wirklich das Bleiben?
      Die Leberwurst oder der Hühnerhals wird dafür sorgen, dass dein Hund immer schneller und besser kommt. Irgendwann wird er aber immer schlechter bleiben, weil das ist ja nicht das, was sich lohnt.
      Ich belohne das Bleiben immer in der Position. Und das Kommen übe ich unabhängig vom Bleiben, denn im Alltag sitzen oder liegen meine Hunde ja nicht ab, wenn ich sie rufe, sondern laufen in der Gegend rum.

      Ich hoffe, das hilft dir.
      Claudia