Wie viel Beschäftigung braucht ein Hund wirklich?

Und vor allem: Welche Art Beschäftigung ist sinnvoll?

Sinnvolle Beschäftigung

Sinnvolle Beschäftigung

Seit fünfzehn Jahren betreibe ich nun meine Hundeschule und mir fällt auf, dass es in den letzten Jahren immer mehr „durchgedrehte“ Hunde gibt.

Deshalb habe ich mir so meine Gedanken gemacht, woran das wohl liegt.

Ist es genetisch bedingt?

Sind unsere Hunde überfordert?

Sind sie hoffnungslos unterfordert und langweilen sich?

Ich glaube, es spielt schon eine Rolle, dass in den letzten Jahren immer mehr Hütehunde Einzug in den Familien gehalten haben. Und selbst in den Show-Linien ist oft noch sehr viel Arbeitseifer enthalten. Aber es sind nicht nur die Hütehunde, auch bei „bewährten“ Rassen finde ich immer häufiger Hunde, die außer Rand und Band sind. Es kann also nicht nur an der Rasse oder Genetik liegen.

Woran liegt es denn dann? Ich bin inzwischen der Meinung, dass die Hunde von ihren Menschen oft – unfreiwillig natürlich – hoch gepusht werden. Natürlich ist das alles gut gemeint. Der Nachbar weiß sofort, wenn ein Bordercollie einzieht, dass der ja mindestens sechs Stunden täglich beschäftigt werden muss. Und der Schwager erklärt, dass der Aussie unbedingt täglich 20 km am Rad laufen muss, damit er sich wohl fühlt. Und mit zum Joggen muss der Hund auch und abends noch mal eine halbe Stunde Ball schleudern mit dem extra dafür erfundenen Gerät ist Pflicht!

Und so kommt schon der Welpe nicht zur Ruhe und lernt alles Mögliche und Unmögliche – nur nicht, dass er sich auch einfach mal hinlegen und entspannen kann. Ein Teufelskreislauf entsteht. Der Besitzer muss immer mehr machen, damit der Hund müde wird, der Hund wird immer gestresster, weil er nicht zur Ruhe kommt, der Besitzer wird ebenfalls immer gestresster, weil er sich das mit dem Hund so ja nicht vorgestellt hat.

Bei so manchem Hund, der zu mir in die Hundeschule kommt, ist weniger oft mehr. Ich verordne so manches Mal Ruhe statt noch mehr Beschäftigung. Oder ruhige Beschäftigung, die den Hund auslastet, aber nicht immer aufgedrehter werden lässt.

Das soll nicht heißen, dass der Hund nicht mehr rennen soll oder gar keine Bewegung braucht. Ich glaube nur einfach, dass es manchmal einfach zu viel ist.

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Ein Kommentar zu “Wie viel Beschäftigung braucht ein Hund wirklich?
  1. Anne sagt:

    Stimme mit den obigen Ausführungen überein. Leider meinen viele Menschen, die sich einen Hütehund ins Haus holen, das dieser immerfort beschäftigt werden muss und soll. Und der Hund wird ausgepowert auf Teufel komm raus und was kommt dabei heraus ein Hyperaktiver Hund, der nur Stress hat und diese Hunde tun mir sehr leid, der Mensch hat hier Fehler gemacht und der Hund muss darunter leider. In der Ruhe liegt die Kraft und ich denke, dieser Spruch macht auch bei Hütehunden Sinn.

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