Worte und Einstellung zum Training

Spielt die Wortwahl eine Rolle beim Training? 

Mir fällt immer wieder auf, dass sich die Wahl der Wörter beim Hundetraining auch auf die Einstellung zum Training auswirkt. Eigentlich ist es doch egal, ob ich sage „Kommando“ oder „Signal“. Oder ob ich von „Unterordnung“ oder „Training“ oder „Gehorsam“ spreche. Sollte man meinen. Ist aber eher nicht so.

Mich wundert es nicht, denn ein Wort wie „Kommando“ impliziert ja schon irgendwie, dass da einer ist, der „kommandiert“ , also das Sagen hat und der andere muss ja dann „spuren“. Und wehe, wenn nicht!

Ein „Signal“ dagegen ist einfach nur ein vereinbartes Zeichen, wo es einen Sender und einen Empfänger gibt. Das klingt an sich schon viel netter in meinen Ohren.

Genauso geht es mir mit dem Wort „Unterordnung“. Da sträuben sich mir einfach die Haare. Das hört sich so nach Gewalt an, wenn einer dann nicht untertan ist. Das wäre ja sofort der Fall, wenn er mal ein „Kommando“ nicht befolgt.

Spreche ich von „Training“, bei dem „Signale“ vereinbart werden, lässt das in meinen Ohren viel eher die Option zu, weiter zu trainieren, wenn etwas noch nicht so gut klappt. Es impliziert für mich mehr Partnerschaft, mehr ein nettes Verhältnis.

Wie seht Ihr das? Gerne könnt Ihr Kommentare hinterlassen.

Claudia Hußmann

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Spielt die Wortwahl eine Rolle?
Veröffentlicht in Tipps rund um den Hund
4 Kommentare zu “Worte und Einstellung zum Training
  1. Christian Klocke sagt:

    Ein schönes Beispiel ist auch „Aus“ und „danke“.
    Man braucht nur zu versuchen „aus“ so klingen zu lassen, wie man üblicherweise „danke“ sagt. Dann merkt man wie schwer das ist, ohne sich extra darauf konzentrieren zu müssen.

  2. Doris Winter sagt:

    Hallo Claudia,du magst im Allgemeinen Recht haben.Ob Unterordnung oder Kommando.Ist halt vom Militär.Wichtig ist,finde ich wer hinter diesen Wörtern steht oder wer sie wie ausspricht.Ich habe für meine letzten drei Hunde das Wort ,nein,eingesetzt.Das konnte ich so vielfälltig benutzen.Ob vor dem Futternapf,oder beim lernen von Spielzeug hergeben und im Freien,um nicht zu Jagen oder eklige Dinge zu fressen. Ich konnte dieses Wort normal sagen und die Hunde hatten kein Problem damit.Gelernt haben sie es ,durch Spiel ,Leckerlie und Lob.Viele Grüße Doris.Ps.Ich habe 25 Jahre Hundeerfahrung,durch deinen Kurs lerne ich viel Neues dazu,oder überdenke wieder alt hergebrachtes.Unser Welpe kommt Mitte Juni und ich bin wieder aufgeregt und dein Kurs hilft mir ,mich wieder auf den so jumgen Hund mich einzustelle.Außerdem lernt man nie aus und sollte stets offen und tolerant verschiedenen Erziehungsmethoden,außer mot Gewalt,sein.Jeder Hund ist anders,da sollte man auch ein bischen variabel sein.Doris

    • Tja, das ist der Punkt. Es ist ein gewaltiges UMDENKEN beim Menschen erforderlich. Man braucht kein nein, kein pfui, kein was auch immer. Der Fokus ist ein anderer und dadurch macht der Hund erst gar nichts, wo man es bräuchte. Er sammelt den Müll unterwegs nicht ein, usw.

1 Pings/Trackbacks für "Worte und Einstellung zum Training"
  1. […] also bringst du deinem Welpen am besten ein Signal (ich finde das Wort schöner als Kommando) bei? Am schnellsten funktioniert das, wenn du das Signal […]

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